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Montag, 6. Mai 2013

Kinder Gottes - Filmrezension


Bahamas, 2010
Regie und Buch: Kareem Mortimer

Als ich den Film Kinder Gottes gesehen habe, hatte ich ihn mit einem anderen verwechselt, in dem es um die AIDS-Epidemie in den Achtzigern ging. Daher hatte ich gar keine Erwartung, als ich den Film geschaut habe. Tatsächlich geht es in Kinder Gottes auch um das Thema HIV, aus einer vielfältigen Perspektive. Der Film spielt auf den Bahamas, einer Inselgruppe, auf der Vorurteile gegenüber Homosexualität und HIV die Gesellschaft prägen. Hier lebt der sensible und schüchterne Künstler Johnny
Weil seine Arbeiten zu schlecht sind, schickt ihn seine Lehrerin in ihr Ferienhaus auf eine andere Insel. Dort soll Johnny Landschaften malen und Inspiration finden, damit er sein Stipendium nicht verliert. Denn Johnny ist zwar weiß, sein Vater und er gehören jedoch nicht zur Oberschicht.
Schon auf dem Flug sitzen ihm die weiteren Figuren des Films gegenüber. Der gutaussehnde Sänger Romeo und seine Tante Lena.
Johnny hat keinen Führerschein und den großen Geländewagen kann er erst recht nicht fahren, also braucht er Hilfe, um das Ferienhaus zu erreichen. Da kommt Romeo ihm gerade recht, der ihm sofort anbietet, ihn zu fahren. Auch wenn Johnny sich noch nicht sicher ist, ob er Romeo trauen kann, er nimmt sein Angebot an, ihm die Gegend zu zeigen. Will er doch die besten Plätze zum Malen finden. Dass Romeo ebenfalls schwul ist, ahnt man schnell.
Die Familie drängt ihn, doch endlich zu heiraten, seine Freunde drängen ihn, endlich zu den Bandproben zu erscheinen. Doch Romeo lässt alles schleifen, ist fasziniert von dem ruhigen Künstler und schafft es nach und nach Johnny näher zu kommen. Es ist eine der stärksten Szenen des Films (auch auf dem Cover zu sehen), wie die beiden ohne Musik miteinander tanzen. Beide sind zögerlich, wenn es um körperliche Nähe geht, vieles bleibt ungesagt.
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