Freitag, 15. November 2019

Buch Berlin - mit den Nordlichtphantasten



Das erste Mal seit 3 Jahren bin ich wieder auf der Buch Berlin.  Diesmal sogar mit eigenem Stand, bzw. mit am Stand der Nordlichtphantasten. Ich schreibe ja auch Fantasy und möchte gerne noch viel mehr Fantasy schreiben. Seit einigen Jahren gehe ich zum Fantasy-Stammtisch in Hamburg, wo sich viele Fantasy-Autoren treffen. Gegründet wurde der Stammtisch von Ann-Katrhin Karschnick. Wir kennen uns schon lange über das Fantasy-Autorenforum den Tintenzirkel. Mit dabei an unserem Stand auf der Buch Berlin sind außerdem Hanna Nolden, Markus Heitkamp, Calin Noell, Madeleine Puljic und Sarah Stoffers. Zusammen mit einigen anderen Autoren wie Matthias Teut, Janika Hoffmann, Nils Krebber und Nicole Zoellner. Gemeinsam gehen wir auf Messen und Cons und veranstalten Lesungen in Hamburg.

Ich bin natürlich nicht nur mit meinem bisher einzigen Fantasybuch "Feuererbe" dabei. Auch alle meine anderen Bücher, die es als Taschenbücher gibt, werde ich dabei haben und sie euch natürlich gerne signieren. Ich freue mich sehr, wenn ihr vorbeikommt. Unser Stand wird wohl nicht zu übersehen sein und hat die Nummer D13. Ich freue mich über jeden, der vorbeikommt und mich anspricht.

Neuerscheinung: Ein Fan zum Verlieben

Mein neues Buch "Ein Fan zum Verlieben" ist schon ein bisschen draußen. Die Taschenbücher dazu gibt es jetzt auch, zunächst nur auf Amazon. Ich werde mich aber nächstes Jahr mal daran machen, meine Bücher auch auf anderen Platformen anzubieten. Die meisten nehme ich dann auch aus Unlimited raus. Wenn ihr sie noch darüber lesen wollt, solltet ihr die Chance noch nutzen.

Ein Fan zum Verlieben ist ein besonderes Buch. Angefangen habe ich es schon 2016. Ich hatte die Idee für eine Geschichte über einen ehemaligen Pornostar, der sich aber jetzt von der Szene distanziert und eine Teenie-Tochter hat, der auf einen Fan trifft schon lange im Kopf. Aber mir fehlte eine Handlung. Eine Geschichte muss ja immer auch ein bisschen spannend sein. Nun habe ich diese Geschichte endlich veröffentlicht und ich hoffe, ihr mögt Mischa und Erik so sehr wie ich.

Dienstag, 16. Juli 2019

Neuerscheinung: Simons Lied



Mein neues Buch ist da! Ich bin besonders froh, dass dieses Buch nun fertig und veröffentlicht ist. Ihr könnt das Buch jetzt über Amazon kaufen und leihen. Es ist in mehrer Hinsicht ein spezielles Buch. Einmal, weil es eigentlich gar nicht geplant war. Ursprünglich sollte aus der Idee nur eine kurze Weihnachtsgeschichte werden. Doch Markus und Simon wollten unbedingt einen längeren Roman. Den habe ich ihnen nur geschrieben. Inspiriert hat mich ein Urlaub an der Ostsee, in Ahrenshoop, vor etlichen Jahren. Das Künstlerdorf kommt auch im Buch vor. Außerdem sind die Hauptfiguren ein Musiker und ein Künstler. Nach dem Abitur habe ich tatsächlich mal überlegt Kunst zu studieren, mich dann aber dagegen entschieden. Aber Kunst interessiert mich sehr und so habe ich Simon einige meiner Lieblingskünstler als Inspirationsquelle gegeben. Dass ich häufiger Musiker als Figuren habe, könnte dem einen oder anderen auch schon aufgefallen sein. Das liegt vermutlich daran, dass ich Musiker einfach faszinierend finde. Ich habe selbst drei Instrumente zu spielen versucht und beherrsche leider keins davon! Wie jemand einfach so einen Song schreiben kann ist mir ein Rätsel. Aber gleichzeitig ist mir Musik unheimlich wichtig. Es war besonders spannend, die Musik meiner Kindheit und Jugend nachzuhören und nach Markus' Inspiration zu suchen. Dafür habe ich euch wie immer eine Playlist erstellt. Ihr findet sie hier auf Spotify:

Playlist

Weitere Themen mit denen ich mich im Buch beschäftigt habe, sind die Rückkehr in eine Heimat, zu der meine beiden Männer ein zwiespältiges Verhältnis haben. Und die Auseinandersetzung mit dem schwierigen Verhältnis zu den Eltern. Simons Mutter erkrankt früh an Demenz, ausgelöst von einem Delir. Ich hatte einen Fall von Delir im Bekanntenkreis und war überrascht, wie wenig bekannt das Phänomen ist, obwohl es so häufig auftritt. Ein Thema mit dem ich mich hier das erste Mal beschäftigt habe, ist Alkoholsucht. Markus ist zwar nur leicht abhängig, aber es beeinträchtigt ihn stark. Es war mir wichtig darzustellen, dass nach einigen Problemen einen guten Weg sucht, damit umzugehen. Wie Menschen Schwierigkeiten überwinden, an sich arbeiten und wachsen ist das, was mich beim Schreiben am meisten interessiert. Ich hoffe, dass ein paar Leser Simon und Markus ins Herz schließen werden.

Und hier ist der Klappentext von Simons Lied:

Ein Künstler, ein Musiker, ein Haus am Meer – und ein emotionales Wiedersehen.

Nach der Trennung von seiner Freundin und der Auflösung seiner erfolgreichen Rockband braucht Markus eine Auszeit. Er zieht in das alte Haus seines Großvaters an der Ostsee. Dort will er auch sein Alkoholproblem bezwingen. Aber er hat nicht damit gerechnet, dass seine Jugendliebe Simon direkt gegenüber wohnt. Simon indes möchte nichts, als in Ruhe malen. Nach dem Tod seines Mentors und einer schwierigen Trennung hat er seine Depression gerade wieder gut im Griff. Dass Markus, der ihm mit siebzehn das Herz gebrochen hat, direkt gegenüber einzieht, passt ihm gar nicht. Und doch kann er sich der wieder aufflammenden Zuneigung zwischen ihnen nicht entziehen. Damals hat Markus Simon im Stich gelassen und das kann er nie wieder gut machen ... oder?

PS: Wenn ihr auf die Print-Ausgabe wartet, die folgt noch. Wird aber wohl noch ein paar Wochen dauern.




Montag, 15. Juli 2019

Feuererbe als Print

"Feuererbe" gibt es jetzt übrigens auch als Print. Es hat etwas länger gedauert, aber ich möchte das Buch und auch weitere, die ich noch als Print umsetzen werde, gerne auch auf Cons und Messen verkaufen. Da macht sich Print natürlich besser.
Ich werde auf jeden Fall auf der Buch Berlin sein! Nämlich am Stand der Nordlichtphantasten. Ein Besuch lohnt sich dort auf jeden Fall!

Ihr könnt natürlich alle Printausgaben, also "Sunford", "Der unerwartete  Weihnachtskuss" und nun auch "Feuererbe" auch direkt bei mir mit Signatur bestellen.


Montag, 12. November 2018

Neuerscheinung: Der unerwartete Weihnachtskuss

Endlich ist es soweit. Meine Sammlung von Weihnachtsgeschichten ist erschienen. Das  Buch beinhaltet sechs romantische Geschichten, die alle um Weihnachten spielen. Einige sind schon vor Jahren für den boyxboy-Adventkalender entstanden, zwei habe ich für dieses Buch neu geschrieben. Außerdem enthält es noch die Chanukka-Geschichte um Jannik und Levi aus "Liebe in fünfzehn Lektionen". Ich hoffe, das Buch bringt euch ebenso in schöne weihnachtliche Stimmung, wie es mich beim Schreiben hineingebracht hat.
Kleiner Tipp: Schaut doch mal auf meiner Facebook-Seite vorbei. Dort verlose ich 5 Ebooks.



Mittwoch, 3. Oktober 2018

Mario - Film Kritik



Mario

Man könnte meinen, die Gesellschaft wäre in den letzten Jahren offener geworden. Homosexuelle dürfen heiraten, werden Spitzenpolitiker, Superstars outen sich, alles kein Problem mehr? Leider nicht. Auch im Sport gab es in den letzten Jahren immer wieder Top-Sportler, die sich geoutet haben. Aber kaum in der immer noch von einem antiquiert machohaften Männerbild verhafteten Fußball-Welt. Wer im Profifußball erfolgreich sein will, darf nicht schwul sein.  Das gilt leider immer noch. Genau diesem Thema widmet sich der schweizer-deutsche Film "Mario".
Mario, das ist die Hauptfigur des Films. Ein 20-jähriger junger Mann, der davon träumt vom U21-Team in einer schweizer Kleinstadt in die erste Mannschaft der Erwachsenen aufgenommen zu werden. Dass er das Zeug dazu hat wird ihm vielfach bescheinigt. Doch die Konkurrenz ist groß. Der Neuzuwachs für das Team, Leon, wird deshalb auch kritisch beäugt. Er würde ja eh bald wieder wechseln. Die beiden Stürmer Mario und Leon erkennen, dass sie gleich stark sind, beide wollen es schaffen, ins erste Team übernommen zu werden. Eigentlich wären sie Konkurrenten,  doch die Überlegenheit über die anderen schweißt sie auch zusammen. Sie werden vom Trainer in eine gemeinsame Wohnung gesteckt. Mario ist froh endlich zu Hause auszuziehen. Sein Vater, der selbst von einer Fußballer-Karriere geträumt hat, meint es gut, ist aber sehr einnehmend und bevormundend.
Mario unter mehrheitlich homophoben Teamkollegen
Foto: © PRO-FUN MEDIA

Dass beide schwul sind, ist schnell zu erahnen. Mario küsst zwar die Freundin, die er im Bus trifft, aber dann erzählt sie, dass sie sich gerade getrennt hat. Später wird klar, es ist nur seine beste Freundin. Bald verbringen Mario und Leon auch ihre gesamte Freizeit miteinander. Es dauert nicht lange, bis daraus mehr wird. Wenn sich die beiden für ihre erwachenden romantischen Gefühle füreinander klar werden, fliegen auch mal die Fetzen. Die einsilbigen Dialoge wirken da leider etwas aufgesetzt. Tiefgehende Gespräche vermisst man in diesem Film.
Besonders Mario ist immer bewusst, was es bedeuten würde, wenn seine Homosexualität öffentlich wird. Als dann ein Gerücht im Team umgeht, wird sofort der Trainer und Marios Manager eingeschaltet. Man hätte ja nichts dagegen, aber es ginge ja um die Außenwirkung des Vereins. Da darf es einen schwulen Spieler oder gar ein schwules Spielerpaar natürlich nicht geben. Diese Gespräche wirken unangenehm authentisch. Man rät ihnen sogar sich eine Alibi-Freundin zuzulegen, um die Gerüchte zu zerstreuen.  Doch die homophoben Beleidigungen und das Mobbing im Team reißen nicht ab. Der Druck von außen wird für Leon schließlich unerträglich. Soll er sich für den Fußball entscheiden, oder für sein eigenes Glück?

© PRO-FUN MEDIA

© PRO-FUN MEDIA

Der Film macht einen abrupten Sprung. Mario hat einen Vertrag bekommen und zieht nach Hamburg, um beim FC St. Pauli zu spielen. Aber auch hier tut er alles, um seine Homosexualität zu verheimlichen. Seine beste Freundin zieht sogar als Alibi-Freundin mit zu ihm. Stark ist der Kontrast zu den lockeren St. Pauli-Spielern gegenüber dem zwar ethnisch gemischten aber doch kleingeistigen Team in der schweizer Heimat. Wenn man den Film als Hamburger sieht, wundert man sich jedoch, dass mit keinem Wort erwähnt wird, dass St. Pauli ein besonderer Verein ist. Es gibt wohl keinen anderen Verein, der so offensiv dafür wirbt, offen gegenüber homosexuellen Spielern zu sein. Er unterstützt ein Aktionsbündnis gegen Homophobie und schließlich auch diesen Film. Der ehemalige Präsident des Vereins, Corny Littmann, selbst offen schwul, riet vor einigen Jahren jedoch Spielern noch davon ab, sich zu outen. Sicher, Mario will wahrscheinlich nicht ewig bei St. Pauli bleiben und nicht alle Vereine sind so offen. Dennoch war es etwas merkwürdig, dass St. Pauli im Film wie ein ganz normaler Fußball-Verein dargestellt wurde. Das ist er eben nicht. Dazu und zum Film an sich hätte es anschließend eine Diskussion geben können. Denn sowohl der Regisseur als auch alle Hauptdarsteller, sowie einige St. Pauli-Spieler, Corny Littmann selbst und Marc Urban, einer der ersten Spieler, die sich geoutet haben, waren bei der Hamburger Premiere anwesend. Doch leider war der Zeitplan beim Filmfestival knapp und keine Zeit mehr für Fragen. Bei so einem wichtigen Thema nicht sehr gut geplant. Aber hoffentlich regt der Film die Debatte wieder an.

Max Hubacher erhielt übrigens den Schweizer Filmpreis für seine Rolle als Mario und Jessy Moravec den Preis für die beste Nebendarstellerin für ihre Rolle als Marios beste Freundin.

Funfakt: Der Darsteller von Leon, Aaron Altaras hat eine enorme Ähnlichkeit mit Matthew Daddario, der in der Shadowhunters-Serie den ebenfalls schwulen Alec Lightwood spielt. 





Dienstag, 5. Juni 2018

Feuererbe - Deleted Scenes

Bei Filmen gibt es im Extra ja oft deleted scenes, also dachte ich mir, ich poste hier auch mal eine Szene, die es nicht in den fertigen Roman geschafft hat. Das ist tatsächlich die einzige Szene, die komplett rausgeflogen ist. Dabei hat mir diese Szene quasi die Grundidee für das Buch gegeben. Denn genau diese Szene, ein Typ mit einem Kampfhund und ein anderer, mit einem Chihuahua, der aber überhaupt nicht so aussieht, als würde er sich einen solchen Hund anschaffen, treffen sich im Park. Diese Idee ist schon sehr alt. Dann kam die Szene am Anfang hinzu. Jessie sieht etwas Übernatürliches und Allan sollte ihn erst alleine verfolgen und zur Rede stellen, das hat dann aber keinen Sinn mehr ergeben, weshalb die Szene dann auch rausfiel. So kann es gehen.
Am Anfang war Rocky auch noch eine sie und ein Pitbull und kein Boxer und Zoes Chihuahua hieß zuerst auch Jessie ...


Rocky schnüffelte am Boden entlang und wollte irgendetwas fressen. "Nein!" Jessie zog sie weg. Er hatte heute nicht viel Geduld. Die Nacht hatte er schlecht geschlafen. Er erinnerte sich kaum, wie er nach Hause gekommen war. Immer wieder war er die Ereignisse der Nacht in seinem Kopf durchgegangen. Die Hitze, der geheimnisvolle Asiate, das Feuer … es gab nur eine sinnvolle Erklärung für das alles. Er wurde wahnsinnig! Oder jemand hatte ihm etwas in sein Bier gekippt und das war alles ein Drogentrip gewesen. Nur dass er sich nicht fühlte, als hätte er Drogen genommen, nicht mal einen Kater hatte er. Am besten er vergaß das Ganze.
Es war ein diesiger bewölkter Morgen. Wahrscheinlich würde es bald regnen. Bis auf ein paar Jogger war der Park um diese Zeit leer. Jessie führte Rocky zur Hundewiese, wo er sie ableinte. Sie tobte über das feuchte Gras, und brachte den Ball zurück, den Jessie lustlos warf. Er wischte sich über die Augen. Er hatte furchtbar ausgesehen, nach dem Aufstehen. Wäre Chris da gewesen wäre, hätte er ihn in die Arme genommen, und alles wäre okay gewesen. Sein Hund Jojo hätte ihn abgeleckt. Manchmal vermisste er Jojo genauso sehr wie Chris. Und Rocky vermisste ihn ebenfalls. Er hatte Chris hier kennen gelernt, weil Rocky und Jojo miteinander gespielt hatten. Mit einem Hund lernte man ständig andere Hundebesitzer kennen. Nur dass viele ihre Hunde nicht mit einem Putbullmischling spielen lassen wollten. Chris hatte keine Bedenken gehabt. Immerhin war Rocky besser erzogen als sein Jack Russel. In letzter Zeit ging Jessie immer nur her, wenn Chris arbeiten musste. Er hatte ein schlechtes Gewissen gegenüber Rocky, aber er wollte Chris noch nicht wiedersehen. Irgendwann vielleicht … Jessie bemerkte erst jetzt, dass Rocky nicht mehr zurückgekommen war nach dem letzten Wurf. Er sah sich um. Sie war verschwunden. Einen kurzen Moment geriet er in Panik. Dann sah er sie hinter einem Busch. Sie sprang herum und jagte einen kleinen weißen Chihuahua. Der drehte sich im Kreis und kläffte Rocky wild an. Chihuahuas hielten sich oft für größer als sie waren. Aber Rocky ließ sich davon nicht irritieren und versuchte mit ihm zu spielen.
"Ruhig, Jessie!", erklang eine Männerstimme hinter dem Busch. Jessie brauchte einen Moment bis er begriff, dass nicht er sondern der Hund gemeint war. Der jedoch überhaupt nicht hörte. Dann trat der Besitzer hervor. Er trug eine schwarze Lederjacke und hatte asiatische Züge. Jessie starrte ihn an. Er spürte, wie seine Hände zu zittern begannen. Das war der Mann von letzter Nacht, der Mann von dem er sich schon eingeredet hatte, dass er ihn sich eingebildet hatte. Genauso wie den Feuerring über dem Club.