dann hat die Autorin ihre Belegexemplare bekommen. Wenn der Autor erstmalig seine Bücher in der Hand hält, muss er ein Ritual vollziehen, was darin besteht, das Paket so schnell wie möglich aufzureißen, die Bücher auszupacken, anzufassen, rundrum zu betrachten, fröhlich zu glucksen und einen Freudentanz aufzuführen. Anschließend werden die Belege an die Brust gedrückt und nie wieder losgelassen ... oder so ähnlich. Ich finde sie sehen wunderschön aus. Auch der Buchrücken und die Rückeise.
Dienstag, 8. Dezember 2015
Mittwoch, 2. Dezember 2015
Meine Liebe zu historischer Gay Romance
Die Liebe zu historischen Romanen kam bei mir erst spät, abgesehen von Klassikern hatte ich lange kaum in dem Genre gelesen. Wenn dann eher in Zusammenhang mit Fantasy, Steampunk oder Mystery. Eine befreundete Autorin brachte mich erst darauf, die viktorianische Zeit zu lieben. Ich glaube, es war dann tatsächlich Downton Abbey, das mich für die edwardianische Zeit begeisterte. Wie ich dann auf historische Gay Romance gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr. Auf jeden Fall war es die Magpie-Serie von KJ Charles, die mich so begeistert hat, dass ich auch etwas in diese Richtung schreiben wollte. Heiße Gentleman im Anzug und ein aufregendes Setting, London, Magie ... ja bitte. Es ist seltsam, ich kann mich oft gar nicht so genau erinnern, wann und wie mir eine Geschichte eingefallen ist. Es ist schon drei Jahre her, dass ich angefangen habe, Sunford zu schreiben. Erst nachdem der erste Entwurf stand, habe ich angefangen, historische Romane zu lesen. Ich wollte mich ja auch nicht allzu sehr beeinflussen lassen. Im Text finden sich schon sehr viele Einflüsse von Jane Austen, auch Maurice hat mich etwas beeinflusst, da es wohl der einzige Roman ist, der zu der Zeit geschrieben wurde und eine Liebesgeschichte zwischen Männern erzählt. Die Auswahl an historischer schwuler Literatur ist ansonsten ja eher begrenzt, auch wenn es einige Ausnahmen gibt, darüber habe ich vor einem Jahr schon einmal etwas geschrieben.
Es ist jedoch schön zu beobachten, wie sich in den letzten Jahren im englischsprachigen Raum eine Szene von Gay Romance Autoren zusammengefunden hat, die Historisches schreiben.
Aber auch hier habe ich in letzter Zeit immer mehr historische Gay Romance gesehen, von Chris P. Rolls mit ihrer Bruderschaft der Küste, Diana Wintermeer oder Jutta Ahrens. Ein schöner Trend, wobei die Zeit zwischen 1800 und dem ersten Weltkrieg noch etwas unterbesetzt ist, für mich ist es die spannendste Zeit, um darüber zu schreiben, da so unheimlich viel passiert ist, Revolutionen, gesellschaftliche Veränderungen, die Entwicklungen in der Kunst ... und die Mode natürlich. Von Empirekleid bis Sanduhrfigur und die Männer waren natürlich auch schick gekleidet, wenn sie es sich denn leisten konnten.
Was mich aber am meisten an der Gay Romance in historischen Settings fasziniert ist, dass es damals in Europa noch viele Länder mit Gesetzen und Strafen gegen Homosexualität gab, es erforderte viel Mut, trotzdem zu seiner Liebe zu stehen und vor allem, damals konnte wegen der Zensur diese Geschichten nicht erzählt werden. Wir wissen höchstens etwas über berühmte Persönlichkeiten wie Oscar Wilde. Natürlich ist es nicht wirklich authentisch, wenn man sich jetzt aus heutiger Sicht ausdenkt, wie es damals zwei Männer oder auch zwei Frauen geschafft haben könnten, zueinander zu finden und zusammen zu bleiben, aber diese Geschichten können anders nicht erzählt werden, denn heute können wir ohne Zensur darüber schreiben, wir können uns Happy Ends ausmalen oder die Tragik unmöglicher Lieben zeigen. Queere Menschen waren immer Teil der Geschichte und obwohl sie es noch schwerer gehabt haben als heute die Menschen in Europa, bin ich mir sicher, sie haben sich trotzdem verliebt und einige werden auch glücklich gewesen sein und es ist einfach wunderbar, darüber schreiben zu können. Denn historische Settings bieten unendliche Möglichkeiten.
Es ist jedoch schön zu beobachten, wie sich in den letzten Jahren im englischsprachigen Raum eine Szene von Gay Romance Autoren zusammengefunden hat, die Historisches schreiben.
Aber auch hier habe ich in letzter Zeit immer mehr historische Gay Romance gesehen, von Chris P. Rolls mit ihrer Bruderschaft der Küste, Diana Wintermeer oder Jutta Ahrens. Ein schöner Trend, wobei die Zeit zwischen 1800 und dem ersten Weltkrieg noch etwas unterbesetzt ist, für mich ist es die spannendste Zeit, um darüber zu schreiben, da so unheimlich viel passiert ist, Revolutionen, gesellschaftliche Veränderungen, die Entwicklungen in der Kunst ... und die Mode natürlich. Von Empirekleid bis Sanduhrfigur und die Männer waren natürlich auch schick gekleidet, wenn sie es sich denn leisten konnten.
Was mich aber am meisten an der Gay Romance in historischen Settings fasziniert ist, dass es damals in Europa noch viele Länder mit Gesetzen und Strafen gegen Homosexualität gab, es erforderte viel Mut, trotzdem zu seiner Liebe zu stehen und vor allem, damals konnte wegen der Zensur diese Geschichten nicht erzählt werden. Wir wissen höchstens etwas über berühmte Persönlichkeiten wie Oscar Wilde. Natürlich ist es nicht wirklich authentisch, wenn man sich jetzt aus heutiger Sicht ausdenkt, wie es damals zwei Männer oder auch zwei Frauen geschafft haben könnten, zueinander zu finden und zusammen zu bleiben, aber diese Geschichten können anders nicht erzählt werden, denn heute können wir ohne Zensur darüber schreiben, wir können uns Happy Ends ausmalen oder die Tragik unmöglicher Lieben zeigen. Queere Menschen waren immer Teil der Geschichte und obwohl sie es noch schwerer gehabt haben als heute die Menschen in Europa, bin ich mir sicher, sie haben sich trotzdem verliebt und einige werden auch glücklich gewesen sein und es ist einfach wunderbar, darüber schreiben zu können. Denn historische Settings bieten unendliche Möglichkeiten.
Dienstag, 1. Dezember 2015
Sunford Veröffentlichung
Heute ist Sunford - Verführung eines Gentleman erschienen. Der erste Roman von mir, der in einem Verlag erscheint. Ich muss zugeben, ich war die letzten Tage doch etwas nervös. Das Gefühl, zu wissen, dass das, woran man so lange gearbeitet hat jetzt alle lesen können ist jedenfalls unbeschreiblich. So kann es also kommen, wenn der Autor sich eines abends vor dem Laptop denkt, ich mag historische Gay Romance. Das könnte ich doch auch mal schreiben und wie wäre es, die Zeit von Downton Abbey zu nehmen und ein bisschen Jane Austen reinzumischen? Und nun ist mein Roman erschienen.
Es gibt außerdem einen tollen Trailer mit allen Dezemberveröffentlichungen des Sieben Verlags.
Der Klappentext:
England, 1905. Ein verschlafenes Dorf in Somerset steht Kopf, als der
attraktive Lord Vincent Fanbury auf Landbesuch kommt. Nicht nur die
unverheirateten Frauen hoffen auf eine gute Partie mit ihm. Auch
Leonard, ein gutsituierter Unternehmer, fühlt sich zu ihm hingezogen.
Obwohl die strikten Konventionen der edwardianischen Gesellschaft gegen
sie sprechen, entwickelt sich zwischen ihnen eine leidenschaftliche
Affäre. Zu spät merkt Leonard, dass Vincent ein Geheimnis vor ihm
verbirgt, das nicht nur ihre Beziehung sondern, auch seinen Ruf
zerstören könnte.
Es gibt außerdem einen tollen Trailer mit allen Dezemberveröffentlichungen des Sieben Verlags.
Donnerstag, 26. November 2015
Leseprobe von Sunford
Es sind nur noch fünf Tage bis zur Veröffentlichung von Sunford. Da wird man als Autor doch langsam aufgeregt. Es schien immer noch so lange hin und dann ist es plötzlich so weit. Jetzt gibt es auch schon eine Leseprobe auf der Verlagsseite. Schaut doch gerne mal rein. Außerdem findet dieses Jahr wieder der facebook Gay Romance Adventskalender von worldofbigeyes statt. Dort könnt ihr auch ein Exemplar von Sunford gewinnen und viele anderer tolle Bücher. Also es lohnt sich, da mitzumachen. Adventszeit ist doch die schönste Zeit für Leser. Man kann sich schön gemütlich zu Hause einkuscheln, mit Tee, Mandarinen und Lebkuchen und lesen. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Weihnachtszeit.
Montag, 28. September 2015
Watch:line von Natalie Anders
Es gibt leider nur sehr wenig Science Fiction mit schwulen Hauptfiguren oder gar Romance. Das liegt vielleicht daran, dass SF immer noch ein von heterosexuellen Männern dominiertes Genre ist. In den Siebzigern gab es kurz eine Welle mit feministischer SF, Planeten nur mit Frauen, nur mit Intersexuellen oder auch mal bisexuellen Hauptfiguren. Seitdem ist das Genre zwar offener geworden, aber wirklich viele Neuerscheinungen gibt es nicht in dem Bereich.
Ich habe schon immer Science Fiction geliebt, seit ich als Kind Star Trek gesehen habe. Meine absolute Lieblingsserie ist immer noch Battlestar Galactica. Nachdem ich dann endlich eine Bildungslücke geschlossen und Firefly gesehen habe, hat es mich selbst gepackt, ich habe richtig Lust, eine Space Opera mit LGBT-Figuren zu schreiben. Da ich aber bisher kaum in dem Genre gelesen habe, wollte ich das nachholen und musste feststellen, wie wenig es in dem Genre im Gay Romance-Bereich gibt. Sogar auf dem Englischen Markt gibt es kaum etwas, das mich anspricht. Umso mehr hat es mich gefreut, dass der Dead Soft verlag doch wenige Titel im Programm hat. Natalie Anders Watch:line war mir schon einmal aufgefallen, wie gut, dass ich es mir dann endlich gekauft und gelesen habe. Denn ich habe wirklich noch nie so gute SF mit schwulen Figuren gelesen.
Wir befindet uns weit in der Zukunft, in einer Welt, die an bekannte Dystopien erinnert, es gibt nicht mehr viele überlebende Menschen, die Technologie ist weit fortgeschritten. Die Bevölkerung lebt in gleichförmigen strukturierten Anlagen, alles ist durchorganisiert und es gibt keinen Raum für Abweichungen. Itan lebt in dieser Welt, er ist ein Zeitingenieur. Was das genau ist, das muss der Leser sich zusammenreimen, denn man wird gleich ohne große Erklärung in die Welt geworfen. Das hat mir gut gefallen, denn ich hasse es, wenn am Anfang ewig die Welt erklärt wird, viel schöner ist es, wenn man sie gezeigt bekommt.
Itan muss in der Fortbildung Programme absolvieren, in denen er logische Aufgaben lösen muss, ein wenig erinnert das an TIM The Incredible Machine, falls das noch jemand kennt. Nur auf einer Zeitebene. Dabei bekommt Itan einen Assistenten zugewiesen, Silas. Der ist nur als der Freak-Tech bekannt, weil er anders als alle anderen nicht in sein Aussehen investiert und kleine vermeintliche Makel beseitigt hat. Bald entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft, Itan ist immer mehr fasziniert von Silas Art, alles etwas anders zu machen. Silas lebt nicht in dem durchorganisierten Komplex, er lebt dort wo die weniger gut gestellten ihr Dasein fristen, dort ist er freier, dort essen die Menschen noch selbstgebackenen Kuchen und zeigen Gefühle.
Itan muss immer mehr begreifen, dass seine Welt nicht perfekt ist. Eine Welle von Selbstmorden von großem Ausmaß dezimiert die Bevölkerung weiter, doch kaum jemand scheint sich dafür zu interessieren. Doch Itan muss bald feststellen, dass er in alles viel mehr involviert ist, als er je geahnt hat.
Natalie Anders erfindet keine komplett neue Dystopie, aber das wäre auch zu viel erwartet, es gibt Versatzstücke aus 1986 und der ganz klassischen Dystopien, die schon im vorletzten Jahrhundert beschrieben wurden. Die durchstrukturierte Welt, Menschen, die nur noch dem System folgen und nichts mehr empfinden. Der Außenseiter, der aus dem System ausbricht. Aber die Autorin versteht es vor allem dank ihres Stils, der flüssig aber nie schlicht ist, zu fesseln. Itan und Silas ziehen einen in ihre ganz eigene Welt, manchmal ist es anstrengend, Itan zu folgen, man möchte ihn schütteln, weil er so lange braucht, um aufzuwachen. Aber der sympathische Silas gleicht das gut aus. Watch:line ist allerdings kein Romance, wie man es bei dem Verlag erwarten würde, sondern einfach SF mit zwei schwulen Hauptfiguren, die sich verlieben, so gibt es auch keine ausführlichen erotischen Szenen. Meinen Geschmack trifft das genau, denn gute SF braucht einen guten Plot. Ein wenig fehlt dem Text die Struktur, es gibt keinen wirklichen Höhepunkt. Aber erstaunlicherweise bleibt der Roman trotzdem spannend. Es wäre nur gut gewesen, vorher zu wissen, dass es sich bei Watch:line um den ersten Teil einer Reihe handelt, denn die Geschichte von Itan und Silas ist noch lange nicht abgeschlossen, viele Fragen bleiben offen. Umso gespannter bin ich, wie es weiter geht und hoffe, dass es bald einen zweiten Band gibt.
Mittwoch, 9. September 2015
Neue Projekte
So, ich habe meine Schreibblockade wohl etwas überwunden. In den letzten zwei Wochen habe ich so viel geschrieben, wie lange nicht mehr. Außerdem hatte ich ganz viele neue Ideen. Da weiß ich im Moment gar nicht, was ich zuerst schreiben soll. Ich habe eine SF-Novelle in Arbeit, an der ich noch etwas feilen muss. SF-Serien wir Firefly haben mir total Lust gemacht, noch mehr Space Operas zu schreiben. Da es ein komplett neues Genre für mich ist, werde ich mich da erst mal etwas einlesen.
Außerdem habe ich Lust bekommen wieder Fantasy zu schreiben, mit Intrigen und Kriegen und Assassinen. Da es lange her ist, dass ich High Fantasy bzw. Low Fantasy geschrieben habe, muss ich mich gerade erst mal mit Weltenbau und Plot beschäftigen. Aber ich habe enorme Lust auf diesen Text, weil ich die Figuren jetzt schon liebe.
Außerdem habe ich Lust bekommen wieder Fantasy zu schreiben, mit Intrigen und Kriegen und Assassinen. Da es lange her ist, dass ich High Fantasy bzw. Low Fantasy geschrieben habe, muss ich mich gerade erst mal mit Weltenbau und Plot beschäftigen. Aber ich habe enorme Lust auf diesen Text, weil ich die Figuren jetzt schon liebe.
Donnerstag, 6. August 2015
Ich und meine Schreibblockade
Ich habe dieses Jahr leider sehr wenig geschrieben. Man könnte schon sagen, dass ich eine Schreibblockade hatte. Immer wenn ich einen neuen Text angefangen habe, habe ich irgendwann die Lust verloren oder ich wusste nicht weiter oder es lief einfach nicht. Aber jetzt finde ich langsam wieder rein und sitze an einer ganz neuen Story. Diesmal ein komplett anderes Genre, nämlich SF. Da habe ich jetzt endlich den ganzen Plot beisammen. Nebenher habe ich aber immer noch alte Texte überarbeitet. Daher wird hoffentlich nach der Sunford-Veröffentlichung dann auch noch mehr von mir kommen. Ich habe leider gar keine guten Tipps gegen Schreibblockaden. Bei mir hilft es auch nicht, mich zum Schreiben zu zwingen. Das endet nur damit, dass ich prokrastiniere oder auf die leeren Seiten starre. Ich habe unheimlich viele Serien gesehen und viel gelesen. Manchmal braucht man einfach erstmal Input, bevor da die Ideen kommen. Ich will natürlich nichts kopieren, aber bei mir war es gerade eine Serie, Firefly, die mich auf den Plot gebracht hat. Ich bin selbst gespannt, was daraus wird.
Abonnieren
Posts (Atom)






