Dienstag, 1. Januar 2013

"Plan B" Filmrezension

Dass seine Freundin ihn verlässt und sofort mit einem neuen Mann zusammen ist, nimmt Bruno schwer. Deshalb fasst er den Plan, sich an seiner Ex zu rächen, indem er ihr den Freund ausspannt, denn der hat erwähnt, dass er bisexuell ist. Bruno ist ein Student Mitte zwanzig, ohne festen Plan lebt er in Buenos Aires und scheint sein Leben nicht sehr ernst zu nehmen. Sein Ziel, der gutaussehende Pablo ist ein ruhigerer Typ. Erstaunlich einfach gelingt es Bruno, eine Freundschaft zu ihm aufzubauen, ohne dass Pablo ahnt, um wen es sich bei Bruno handelt.
Brunos Rachegelüste geraten immer mehr in den Hintergrund, je besser er Pablo kennen lernt. Die beiden brauchen lange, bis ihnen ihre Gefühle füreinander bewusst werden, besonders Bruno, für den das ganze eigentlich nur ein Spiel sein sollte. Wie sie Tricks brauchen, um sich zu küssen und nicht offen miteinander reden können, ist sehr realistisch dargestellt.
Man muss die beiden lieben, wie sie immer wieder ihre Gefühle füreinander ignorieren. Oft lese ich Geschichten, in denen ein heterosexueller Mann plötzlich schwul wird und dann auch noch sofort im Bett mit dem Love Interest landet. Dass das hier einmal nicht der Fall ist und auch so unaufgeregt dargestellt ist sehr erfrischend.Visuell ist dem Film das Indiependent-Kino anzusehen, der Zuschauer muss sich auf diese Ästhetik einlassen, aber wenn man das tut, entfalten die Story und die Figuren ihre Reize.
Am Ende ist der Film zwar zuckersüß, aber durchweg nicht kitschig.

Regie: Marco Berger
Darsteller: Manuel Vignau, Lucas Ferraro
Drehort: Argentinien

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