Freitag, 18. Januar 2013

Das Ende steht immer am Anfang

Während ich bei Patrick die letzten Lücken stopfe und mich auf das Ende vorbereite, nimmt meine historische Story in England immer mehr Gestalt an. Manchmal schreibe ich drauf los, ohne genauen Plan, wie die Geschichte weitergeht. Nur das Ende kenne ich immer, aber die Mitte, das ist meistens undeutlich, bis ich dort ankomme. Bei dieser neuen Story ist es etwas anders. Ich kenne schon sehr viele Details, ganze Dialoge und Textpassagen habe ich im Kopf. Ein Notizuch hatte ich noch nie. Manchmal schreibe ich mir vor dem Schlafengehen kurz eine Szene auf. Aber das meiste behalte ich auch so. Wenn ich alles schon vorher weiß, dann fehlt mir meistens die Motivation, es auch zu schreiben. Ich bewundere Autoren, die alles bis ins kleinste Detail planen, bevor sie nur ein Wort zu Papier bringen. Das verhindert wohl, dass man in Sackgassen gerät. Aber mit ein wenig Ungewissheit erhält sich auch für mich die Spannung. So bin ich doch ganz froh, dass ich über die Nebenfiguren noch nicht weiß, wie ihr Weg genau verlaufen wird. Und ich freue mich schon sehr die ganzen Details zu recherchieren, wie ginge das besser als Literatur aus der Zeit zu lesen oder Filme zu schauen? Nicht, dass eine Ausrede nötig wäre, um Downtown Abbey zu gucken oder Thomas Hardy zu lesen.

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